12. August 2009

Erster Arbeitstag


Am Morgen hatten mein Projektpartner Robert und ich ein Vorstellungsgespräch bei dem Manager des IISE. Wir hatten zwar schon am Vortag flüchtig Bekanntschaft geschlossen, doch nun durften wir uns mit eigenen Ideen einbringen und versuchen selbst Projekte zu entwerfen:

Die Brücke
Wir haben angefangen eine Brücke zu bauen. Und zwar vom Festland zu einer kleinen Insel, drei Meter entfernt. Mit einer kleinen Palme darauf. Dazu haben wir eine gefallene Palme in drei Holzteile gehackt (Die Äxte sind hier stumpf und schmal). Diese Teile mussten wir dann umverlagern. Eine Wahnsinnsarbeit in der Mittagshitze. Vor allem, weil die Stümpfe im Durchmesser an die Länge meines Unterarmes kommen und circa 200-300 Kilogramm jeweils auf die Waage bringen.
Doch nun stehen schon 3 Stümpfe. Ich hoffe ich kann davon bald ein Bild hochladen.

Ansonsten war ich heute im Indischen Kino. Ice Age 3. Der Film war auf Englisch. Doch leider war die Leinwand extrem klein. Das Kino hatte zudem auch ein sehr komisches Format und die Aufteilung des Saales war dermaßen suboptimal, dass so manchem Deutschen hier gern mal der Spaß vergeht, denn die Länge des Raumes war überdimensional. Das heißt, dass der Mensch in der letzten Reihe wohl kaum etwas vom Film mitbekommen haben durfte.

Jetzt brachte mich eine Rickshaw für 200 Rupees nach Hause. Auf dem Hinweg hatte genau diese Rickshaw einen Platten, sodass Robert und ich geholfen haben, das Gefährt wieder zum Laufen zu bringen. Sicher im Institut angekommen, habe ich gerade noch meinen Posteingang gelehrt und mit meinen Liebsten kommuniziert.
Die harte Arbeit hat mich allerdings schläfrig gemacht.
Eifrig blicke ich dem morgigen Tag entgegen...

10. August 2009

IISE Ankunft Kerala

Angekommen!

Nach 2 Tagen in Bangalore, der "Gartenstadt" Indiens, und einer Woche Aufenthalt in Kundapur, in Karnataka, bin ich nun endlich in der Lage das Internet zu benutzen.
Indien ist ein sehr schönes Land. Überall gibt es Palmen, die Menschen sind entspannt und die Laune immer gut.

Das Bild zeigt eine riesige Shiva-Statue in der Nähe von Kundapur

Bislang habe ich schon dutzende Tempel gesehen, unzählige "Shops" besucht (Rickshaw-Fahrer zwingen einem gerne mal eine dreistündige "Shop-Tour" auf) und richtig scharf gegessen.
Das Essen ist sehr gewöhnungsbedürftig: Morgens, mittags und abends gibt es Reis mit drei Soßen, die sich nur in der Farbe unterscheiden, und Poori. Poori ist aufgepufftes Brot. Ich glaube niemand hier weiß so recht, wie das hergestellt wird.

Der Höhepunkt der letzten Woche: Die Zugfahrt von Mangalore nach Trivandrum.
Während Robert, mein Projektpartner, und ich im Zug fuhren, haben wir einen netten jungen Inder kennengelernt, der mir prompt versucht hat Malayalam beizubringen (Das ist die Sprache, die in Kerala gesprochen wird). Im Gegenzug musste ich Fotos mit ihm machen. Mit Sonnenbrille, ohne Sonnenbrille, mit seinen Freunden, vor einer Zugtür, im Abteil, etc.

Endlich befinde ich mich nun im Projekt und kann ganz stolz sagen: Das ist fast wie das Paradies!
Der Campus befindet sich direkt an einem großen See. Hier stehen massig Palmen, und mein liebster Platz ist eine kleine Bambushütte, die Schatten, Wind und Entspannung bietet.
Jetzt gibt es Essen! Mal sehen, was die internationale Küche hier zu bieten hat...

30. Juli 2009

Das Packen

Einen Tag vor meiner Ausreise nach Indien, werden meine Nerven noch einmal auf die Probe gestellt: Ob das benötigte X-Visa genehmigt wird, ist noch unklar.
Nach vielen Gesprächen und ein wenig Warten wird mir jedoch freundlich mitgeteilt, dass
das Visum doch ausgestellt werden darf. Nicht wenig Geld, doch was tut man nicht alles, um nach Indien zu dürfen.

Zu Hause sitzend lasse ich nun das Packen über mich ergehen und schreibe meinen ersten Eintrag
auf diese Seite...